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1

Sonntag, 9. Juni 2013, 10:12

Off Topic

Hallo Leute,

wie ihr sicher in den Nachrichten gelesen habt ist Magdeburg von einer Flut betroffen, die es noch nie gegeben hat. Aktuell steht der Pegle bei 7,35 m, normal sind 2,5 m, erwartet werden evt 7,50 m. Das ist bereits jetzt ein historischer Höchststand, so viel hat es noch nie gegeben. Der Stadteil Rothensee, in d em mein Haus liegt, wurde evakuiert. Wir sind bei Freunden untergekommen, man erwartet dass wir nicht vor in einer Woche wieder in unser Haus können. Der Keller stand bei unserer Flucht vom Rückstauwasser der Kanalisation über einen Halben Meter unter Wasser, und es floss weiter, so dass wir davon ausgehen dass er mittlerweile voll ist. Fakt ist, dass die Deiche auf 7,20m ausgelegt ist (die ersten Horror-Prognosen), bei dem jetzigen Stand läuft es also über. Und zurück läuft es erst bei einem Stand von unter 7 Metern. Wir haben noch die Hoffnung, dass es nicht mehrere Meter hochsteigt, aber genaueres wissen wir nicht.

Gruß
Rainer

P.S. Ich werde der GEOS Gemeinde trotzdem erhalten bleiben. Alle meine Daten habe ich gesichert. Aber aktuell passiert natürlich nichts.
Es gibt 10 Arten von Menschen - die einen wissen was binär ist, die anderen nicht.

2

Sonntag, 9. Juni 2013, 11:22

Mensch Rainer, hoffentlich geht das alles glimpflich für euch aus.
Was da gerade passiert, ist die Katastrophe schlechthin und man kann nicht wirklich etwas dagegen tun - außer Sandsäcke schleppen. :(
Gruß Achim



PC/GEOS unter Linux in der DOSEMU = UNSCHLAGBAR!

3

Sonntag, 9. Juni 2013, 16:34

Hallo Rainer,

das sind ja schlimme Nachrichten. :(
Aber immerhin seid ihr wohlauf...
...wir drücken Euch die Daumen, daß es Euch nicht ganz so schlimm erwischt hat.

Mitfühlende Grüße,
Jörg und Familie
There are two rules in life:
1. Never give out all of the information.

4

Sonntag, 9. Juni 2013, 19:42

Hallo Rainer,
das hört sich ja nicht gut an. Ich drücke Euch die Daumen, dass es nicht zu schlimm kommt. Bei solchen Naturkatastrophen ist man ja absolut hilflos. Bei uns am Niederrhein in Wesel (Mündungsgebiet Lippe in den Rhein) Ist der Pegel auch schon stark angestiegen. Es ist aber alles noch im grünen Bereich. Das es so ist, verdanken wir auch einem großen Hochwasserausgleichsgebiet, welches in diesem Jahr fertig gestellt wurde.

Gruß
Jens
- geos-tiger -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Geos-Tiger« (10. Juni 2013, 10:41)


5

Sonntag, 9. Juni 2013, 20:05

Wir habne heute den ganzen Tag Sandsäcke gestapelt. Die Prognosen schwanken zwischen 10 cm, nur Kanalisationswasser und mehr als 2 Meter Elbwasser und Schlamm. Wir können jetzt nur abwarten. Der Keller ist faktisch voll bis unter den Rand.
Rainer
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6

Sonntag, 9. Juni 2013, 21:09

Hallo Rainer

Es ist traurig, sowas mitmachenen zu müssen. Man kann nur hoffen, dass das Wasser schnell wieder zurück geht und das Haus sich wieder Instand bringen lässt. Und dass die Versicherungen / der Staat hier schnell und unbürokratisch handeln werden, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Andreas

7

Sonntag, 9. Juni 2013, 23:01

Hallo Rainer,

hoffentlich bleibt Euer Schaden überschaubar und Ihr könnt bald wieder zurück.

Alles Gute
Martin

8

Montag, 10. Juni 2013, 11:00

Heute gab es die´erste gute Nachricht. Der Pegel ist sehr schnell gesunken. Der Spitzenwert war gestern Mittag auf 746, seit heute Morgen um 6 Uhr ist er unter 720, das ist der Wert, ab dem der Deich nicht mehr überläuft. Das bedeutet, dass kein zusätzliches (Elb-) Wasser mehr in den Stadteil läuft. Wie sich das Wasser aus der Kanalisation verhält wissen wir aber nicht. Sicher steigt das noch.

Gruß
Rainer

guggst du hier
http://www.pegelonline.wsv.de/webservice…elnummer=502180
oder hier
http://www.volksstimme.de/flut2013/
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9

Montag, 10. Juni 2013, 11:44

Und das Umspannwerk bei euch konnte bisher trocken gehalten werden. Vielleicht was positives bei all dem Ärger...
Bernd

10

Montag, 10. Juni 2013, 12:59

Rund um Johannes' Wohnung sieht's auch nicht viel besser aus:
http://www.lvz-online.de/region/borna/ge…a-a-192342.html
:(
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11

Montag, 10. Juni 2013, 16:59

Falls Ihr dann noch Hilfe benötigt, könnte ich am 18. und 19.7. bei Euch malern, schleppen oder sonstige Hilfstätigkeiten verrichten. Zwei Tage wäre ich gern auf dem Treffen.

12

Montag, 10. Juni 2013, 20:44

@Martin
Vielen Dank, momentan können wir sowieso nichts machen. Und wenn es losgeht haben wir viele Freunde vor Ort, also mach dir keine Umstände.

Wir warem an Haus und die Überflutung der Straße ist zurückgegangen und das Erdgeschoss ist trocken geblieben. Der Keller ist mannshoch voll, die Heizung ist hin aber ansonsten sind wir von der ganz großen Katastrophe verschont worden. Wir haben aber keinen Strom und ich hoffe, dass der Öltank in in seiner Verankerung bleibt.


Weiss jemand, wie es Johannes geht? Syshra habe ich in den Nachrichten nicht gesehen, aber die Flüsse sollen massiv übergelaufen sein.

Gruß
Rainer
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13

Dienstag, 11. Juni 2013, 13:28

Hallo!
Weiss jemand, wie es Johannes geht?
Johannes schreibt fleißig auf Facebook: Es geht ihm gut und sein Haus ist von der letzten Flut verschont geblieben. :) Der Garten ist hingegen schon wieder abgesoffen. :( Dafür sieht es wohl im tiefer gelegenen Teil des Dorfes wohl so aus wie in Geithain, div. Nachbarorte stehen/standen ebenfalls schon wieder unter Wasser: http://www.youtube.com/watch?v=uJtR9Vh5wkg :(

Jörg
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14

Dienstag, 11. Juni 2013, 13:57

Kaum mal zu Hause

Ja, es ist ziemlich krass gewesen. Zwei mal innerhalb von 8 Tagen sind die Dörfer abgesoffen und in Geithain, Wickershain, Kohren-Sahlis, Theusdorf, Ossa, Narsdorf und Niedergräfenhain sieht es zum Teil aus wie nach dem Krieg. Gestern standen die ganzen Strassen voll Möbel und Schuttberge und überall Räumfahrzeuge LKWs und Menschen in Gummistiefeln und mit Schaufeln bewaffnet...
Irgendwie ist langsam auch die körperliche Kraft weg. ... Aber der Zusammenhalt der Leute ist toll!
Der meiste Schlamm ist aber schon raus aus Kellern und Wohnungen und jetzt gibt es nur noch Wohnungen, wo niemand da ist... Oder die leute im Krankenhaus oder ohen Angehörige... das ist manchmal ganz schön schlimm. :(
Gruss Johannes

=================================
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www.kirche-geithain.de
=================================

15

Dienstag, 11. Juni 2013, 17:00

Au Mann, klingt gruselg.

Bei uns stand das Wasser 1,8 m im Keller, hab ich heute gemessen. Jetzt sind es nur nich 1,4 m. Aber es lohnt sich nicht zu pumpen, solange der Kanal noch voller ist. Ich hoffe, dass es bis zum Wassereindringpunkt auch auf dem gleichen Weg zurückläuft. Ab welchem Wasserstand die Stadwerke den Strom wieder zuschalten ist noch nicht klar. Erst dann können wir aus dem Exil zurück.

Gruß
Rainer
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Frank9652

Fortgeschrittener

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16

Mittwoch, 12. Juni 2013, 11:24

Hallo Johannes und Rainer!

Auch ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft in dieser Zeit.
Ich denke, auf Johannes wird wohl eine recht intensive Zeit der Seelsorge und Zuspruch für die Dorfbewohner zukommen.

@ Rainer
Ich hätte jetzt keine Idee, wie ich "aus der Ferne" helfen könnte (außer mit Geld).

Wenn euch was einfällt, wie wir euch helfen könnten, dann sagt bescheid, unsere Mailadressen habt ihr ja.

Gruß Frank
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GeoHollie

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17

Mittwoch, 12. Juni 2013, 17:45

Geleistete Hilfe

Hallo,

allmählich kehren hier die Feuerwehrleute aus Stadt und Landkreis Göttingen aus Magdeburg etc. zurück, wir haben hier ab und an auch Hochwasser, erst vor 3 Wochen habe ich meine Pumpe vor dem Keller angeschmissen, wegen Dauerregen an unserem Leine - Zufluß und weil es bei mir wegen dem Berg hinterm Haus unten durchdrückt...
Ich hoffe, daß irgendwie und bald auch die Politker kapieren, daß man was machen muß.
Gruß Walter.

Frank9652

Fortgeschrittener

Beiträge: 451

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18

Freitag, 14. Juni 2013, 10:03

Tipp (für "das nächste mal").

Während meines Zivildienstes waren wir (christliche Jugendherberge) auch ab und an von "Hochwasser" im Keller betroffen.
(Einzelheiten tun nichts zur Sache). - Einer meiner Zivildienstkollegen hatte damals eine "geniale" Idee die ein ansteigen eines Hochwassers verzögern könnte.
Er nahm einen Bohrhammer und bohrte an der tiefsten Stelle des Kellers einen Schacht. In diesen Schacht wurde fest eine Tauchpumpe mit Schwimmer installiert. Der Abflußschlauch wurde mit Schellen bis zum Kellerfenster verlegt. Wenn wieder Wasser kam, lief es zuerst in den Schacht und wurde dann über den Schlauch wieder auf die Strasse befördert (da die Kanalisation das Wasser sowieso nicht fassen konnte).
So lange nicht mehr Wasser reinkommt, wie rausgepumpt wird, konnte das Problem so in Grenzen gehalten werden.
Zusätzlich wurde während meiner Zeit natürlich außen an der Hauswand eine Drainage angelegt, mit einer weiteren Pumpe.
...so lange der Strom nicht abgeschaltet wird, sind solche Sachen wirkungsvolle Gegenmaßnahmen.
Die Pumpen waren "bessere Pumpen" und der Ablaufschlauch hatte einen größeren Durchmesser, so daß auch größere mengen Wasser hinausbefördert werden konnten.
...das System könnte man ja noch verbessern, indem automatisch ein kleiner Generator die Stromerzeugung übernimmt, wenn der Strom ausfallen (abgeschaltet) würde.
Mir ist schon klar, dass so etwas nur hilft, wenn der Zufluss sich "im Rahmen" hält.
Wenn der ganze Fluss auf einmal im Keller vorbei schaut, dann helfen solche Maßnahmen auch nichts mehr.

Gruß Frank
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Frank9652« (14. Juni 2013, 10:10)


19

Freitag, 14. Juni 2013, 19:07

Matthäus 7, 24


Meine Meinung: Solange regionaler Egoismus in unnatürliche Deiche und Dämme investiert und politisch wählt, wird sich das Wasser immer stärker zusammenstauen und Kräfte entwickeln wie in einem Turbinenrohr. Die einzige Lösung ist Rückbau und Umsiedelung sowie striktes Bauverbot an fliessenden Gewässern, sowie ein Verbot von Deichen/Dämmen. Das Motto muss lauten: "Überall flaches Breitwasser" statt "Deichbrüche durch Turbinenhochwasser". Derzeit ist es so: Die Reichen Gegenden stauen ihre Fliessgewässer hoch und verdichten flaches Breitwasser zu Turbinenfluten. Arme Regionen ohne Egohochwasserschutz saufen völlig ab. Nur Breitwasser Überall ist echte Solidarität. Vergessen wir nicht: Es hat lediglich einige Tage geregnet. Die Bezeichnung "Hochwasser" sollte hier durch den zutreffenden Begriff "Stauflut" ersetzt werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alexzop« (14. Juni 2013, 19:48)


20

Freitag, 14. Juni 2013, 22:35

Hallo,

ich war die letzten Tage mit Räumen, aufräumen und Grundwasserbekämpfung ziemlich ausgelastet. Hauptproblem derzeit ist, das wir noch keinen Strom haben. Zwei Tage liefen die Pumpen über Notstromaggreagt, jetzt haben wir zumindest für die Pumpen Strom vom Nachbarn. Damit stehen nur noch 2 cm im Keller, währen es draußen vor dem Haus bestimmt 40 sind ;.)

@Frank: So ein änliches System habe ich, Light-Version gebenüber deinem. Ich hatte auch genug Pumpleistung ium den Einbruch unter Kontrolle zu halten. Aber als der Strom weg war, da lief der Keller eben bin Kanalhöhe voll. Problem war da nämlich Rückstau aus dem Kanal. Zum Glück, denn das ist versicjhert, Grundwasser aber nicht.



@Alex:
Ich sehe das deutlich anders. Hätten wir keine Deiche, wären wir sch bei diversen Fluten abgesoffen. Und das schlimmer al sjetzt. Natürlich kannst du eine Heile Welt herbeisehnen, aber bei dem was du schriebst kannst du auch gleich Kriege verbieten. Und: es hat nicht nur einige Tage geregnet, es hat gab wochenlangen ja monatelangen Dauerregen auf großen Flächen. Bein uns aht es ca 150 l / m2 geregnet, un das ganze über das halbe Land. Dan kommt schon eine Portion Wasser zusammen. Sicher hast du recht, das Überflutungsfläcen fehlen, aber so einfach, wie du dir da denkst ist die Sache dann doch nicht.
Aprops Umsiedlung: willst du umgesiedelt werden? z.B. wilejemand meint,
dass er die Fläche, auf der dein Haus steht, für ein Naturschuzgebiet
braucht?
Übrigens haben Naturschützer (Es gab eine seltene
Libellenart) den Bau von Hochwasserschutzanlagen (Schöpfwerk)
verhindert. Nu ist nicht nur die Libelle toto, sonder tausende Menschen
haben ihr hab und Gut verloren.
Danke.
Gruß
Rainer

P.S: Buchstabendreher bitte vezeihen, ich bin nur kurz online ;-)
Es gibt 10 Arten von Menschen - die einen wissen was binär ist, die anderen nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rainer« (22. Juni 2013, 11:12)


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